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Schüleraustausch

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Am THG Heilbronn findet regelmäßig ein Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Béziers (Frankreich) statt.

Schüleraustausch mit Béziers:

BeziersSeit vielen Jahren besteht unser Schüleraustausch mit dem Lycée Jean Moulin in Heilbronns südfranzösischer Partnerstadt Béziers. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 fahren regelmäßig zu ihren Austauschpartnern nach Béziers und verleben dort sonnige Tage mit Ausflügen ans nahe Mittelmeer, wo Unentwegte sich oft auch noch bei kälteren Temperaturen in die Fluten wagen. Beliebt sind Stippvisiten in die lebhafte Universitätsstadt Montpellier, zur mittelalterlichen Festung Carcassonne, nach Narbonne oder ins spanisch anmutende Perpignan. Interessant ist es auch, in Nîmes auf den Spuren der Römer zu wandeln. Im Mittelpunkt des Schüleraustausches steht jedoch der Schulbesuch, das Kennenlernen eines unterschiedlichen Schulsystems und eines völlig anders gestalteten Schulalltags. Nicht zuletzt erhalten die Teilnehmer in ihren Gastgeberfamilien Einblick in das Leben "wie Gott in Frankreich" und werden dort meist wundervoll - nicht nur kulinarisch - umsorgt. Schon manch einer kam nicht nur mit erweiterten Sprachkenntnissen, sondern auch mit einem "accent du Midi" zurück!

Der Gegenbesuch in Heilbronn fand in letzter Zeit jeweils im Dezember statt:

Austauschschüler freuen sich auf Frühlingstage in Südfrankreich

Als uns unsere Austauschpartner vom Lycée Jean Moulin im südfranzösischen Béziers in der Vorweihnachtszeit in Heilbronn besuchten, schien der Termin für den Gegenbesuch noch in weiter Ferne. Mit dem Jahreswechsel wächst allmählich die Vorfreude darauf, dass wir unsere französischen Freunde im März in Béziers wiedersehen und uns dort aller Voraussicht nach frühlingshafte Temperaturen und strahlende Sonne erwarten. 

Davon konnte im Dezember in Heilbronn natürlich keine Rede sein. Dafür genossen die Schülerinnen und Schüler aus Heilbronns Partnerstadt jedoch ausgiebig die Weihnachtsmärkte der Region, halfen in ihren Gastfamilien beim Plätzchenbacken, freuten sich über gut gefüllte Nikolausstiefel und Adventskalender und lernten heimische Weihnachtsbräuche kennen. Es beeindruckte unsere Gäste schon sehr, dass der Nikolaus die THG Schüler sogar im Unterricht besuchte und das Schulhaus mit Adventskranz, Sternenhimmel, Weihnachtsbaum und Weihnachtskrippe festlich herausgeputzt war. Beim Empfang im großen Ratssaal der Stadt Heilbronn unterstrich der Bürgermeister die Bedeutung freundschaftlicher Begegnungen unter jungen Europäern. Er lieferte den Gästen zusätzliche Informationen zu Heilbronn und seiner Region, so dass das bei der Stadtführung erworbene Wissen in bester Erinnerung blieb. Ein Ausflug nach Heidelberg mit Besuch im Studentenkarzer und Besichtigung des Schlosses rundete das Rahmenprogramm ab. Dass es den ganzen Tag in Strömen regnete, tat der fröhlichen Stimmung keinen Abbruch. Und den heiß ersehnten Schnee bestellen wir fürs nächste Mal …
Jetzt heißt es aber zunächst:  «À bientôt à Béziers.»  Im März werden die deutschen Austauschpartner aus den 10. Klassen am Lycée Jean Moulin erwartet.


Schüleraustausch mit Atlanta - von Sven Madlung (17.9.2010 - 27.9.2010) 

Stone MountainAm Freitagmorgen um 6:00 Uhr ging die Reise am Heilbronner Hauptbahnhof los. Nach 10,5 Stunden Flug (mit defekter Klimaanlage) kamen wir in Atlanta an. Von dort aus wurden wir, nachdem dann jeder wieder sein Gepäck hatte, mit dem Schulbus nach Fayetteville gebracht. Dort trafen wir dann unsere Austauschpartner. Die erste Nacht verbrachte ich zusammen mit Rasso bei Carrie. Das erste, was auffiel, war der riesige Kühlschrank und die Herzlichkeit der Amerikaner. Nach vielen Fragen unserer Gastgeber und einem langen Versuch von Rasso, den Begriff "Friedwald" zu erklären, fielen wir todmüde ins Bett. Nach einer kurzen Nacht schaffte es Carrie, ohne Sprit am Straßenrand stehen zu bleiben (bei 40 Grad Außentemperatur und ohne Klimaanlage ist das wirklich nicht angenehm). Später holte mich dann meine Gastschwester Lauren ab. Nachdem wir dann zusammen mit Felix und anderen Amerikanern in diversen Shops waren, FUHREN wir noch zu Starbucks (Entfernung 50 METER). Am Abend traf ich dann endlich meine Gastmutter ("Hello, I am Sven, nice to meet you... bye."), denn es ging gleich weiter zum Bonfire (eine kleine Feier mit einem großen Feuer im Garten), bei dem fast alle Deutschen mit ihren Austauschpartnern und die Lehrer waren. Nach einem langen Tag freute ich mich, mich endlich ins Bett zu legen.

Am nächsten Tag lernte ich dann meine gesamte Gastfamilie kennen, welche sehr freundlich war und mir eine tolle Zeit in Amerika bescherte. Dann ging es zusammen mit Lauren, Rachel, Sara, Bianca und Felix in den Freizeitpark "Six Flags", wo wir einen super Tag mit unglaublichen Achterbahnen verbrachten.

Montags ging es für einen ganzen Tag in die eiskalt klimatisierte Schule. Das war der einzige Tag Schule, was sehr schade war, aber auf Grund des Zeitplans nicht anders möglich. Aber vor der Schule hieß es erst einmal frühstücken bei Chick-fil-A (Burger mit Pommes). Die Schule ist überhaupt nicht mit dem THG zu vergleichen, da diese um einiges größer ist und alleine der Schülerparkplatz (inklusive einiger Hummer) alle deutschen Dimensionen sprengt. Das Leben als Schüler auf der Highschool ist wesentlich angenehmer als in Deutschland (Essen, Unterhaltungen übers Wochenende, Liegestühle im Klassenzimmer und multiple choice tests). In Mathe wurden wir dann von Laurens Mutter unterrichtet, was dort nicht ungewöhnlich ist. Nach unzähligen "Hey Sven" war die Schule schließlich aus. Allerdings hatte Lauren noch Volleyball im Nachmittagsunterricht, weshalb ich mit Heather, Sara und Felix mitging. Abends kochte meine Gastmutter Roastbeef, was wirklich vorzüglich schmeckte und was nicht jeder von uns Deutschen genießen durfte. Später holten wir noch Dominik ab und aßen mit Heather, Tiffany, Carter, Sara, Nicole und Felix Cookies.

Am Dienstag ging es nach Atlanta, wo wir das größte Aquarium der Welt besuchten, in dem es vier Walhaie zu bestaunen gab. Nächste Station war die World of Coke, in der nicht nur ich alle 120 Geschmacksrichtungen einmal ausprobierte. Anschließend gingen wir zum Martin-Luther-King- Memorial, wo wir einiges Wissenswerte über Martin Luther King erfuhren. Nachmittags besuchte ich noch ein Volleyballspiel von Lauren, und abends veranstaltete Joe Zirkus einen Filmabend, auf dem viele von uns Deutschen eingeladen waren.

Mittwochs ging es zuerst zum Stone Mountain, wo wir auf dem Rückweg eine Stunde warten mussten, weil der Bus kaputt war. Dann ging es endlich SHOPPEN. Drei Stunden später und rund 450$ ärmer mussten wir erst mal etwas essen (Chick-fil-A natürlich). Dann ging es zurück nach Fayetteville, wo es Spare Ribs gab (zum 2. Mal selbst gekocht). Am Abend waren wir zuerst bei Carrie, wo einige in den Pool gingen, und dann übernachteten Heather, Sara und Felix bei Lauren und mir.

Donnerstags fuhren wir Deutschen nach Jekyll Island, wo wir zuerst ein Schildkröten-Center besuchten und dann an den Strand gingen. Die Nacht blieben wir (Domi,  Möhle, Felix und ich) durch diverse koffeinhaltige Getränke und tiefgründige Gespräche wach. Um 4.10 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Strand, um den Sonnenaufgang zu fotografieren (Sonnenaufgang um 7.15 Uhr). Um 4.30 Uhr wurden wir erst mal von der Polizei kontrolliert, weil es für die Amerikaner ungewöhnlich ist, wenn Jugendliche um diese Uhrzeit zu Fuß unterwegs sind. 

Freitags fuhren wir zurück nach Fayetteville, wobei der Bus erneut kaputt ging und wir 2 Stunden auf einem Rasthof warten mussten. Am Abend besuchten wir ein Footballspiel der Schule. American football ist der absolute Wahnsinn, den man nicht beschreiben kann.

Danach gingen Heather, Nicole, Carter, Sara, Domi, Felix und ich noch zu Lauren, wo wir eine Menge Spaß hatten.

Am Samstag folgte dann der Abschied, welcher beiden Seiten sehr schwer fiel. Aber ein Rückbesuch der amerikanischen Freunde und ein weiterer Aufenthalt von uns im Sommer sind von Felix und mir schon abgesprochen und geplant.

von Sven Madlung (Jahrgangsstufe 11/12)

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