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Latein Schnupperkurs

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Unsere beiden Damen haben nun gespeist, und nach Tisch soll eine Dienerin abräumen.

Domina vocat: "Serva!"

Das Prädikat kennen Sie: Ein Vokal ist ein Laut, den man ausrufen kann (a, e, i, o, u), ein Fernsehsender nennt sich nach dem lateinischen Wort für "Stimme". Also ist die Übersetzung kein Problem:

Die Herrin ruft: "Dienerin!"

In welchem Fall steht nun das Wort "serva" bzw. "Dienerin"? Man könnte meinen, es sei ein Nominativ, doch machen die Römer hier einen Unterschied: Wenn man jemanden anspricht - mit seinem Namen oder einer Berufsbezeichnung o. ä. -, dann steht dieser Name oder diese Bezeichnung im sogenannten Vokativ (Anredefall). Dieser gleicht aber nicht nur in dem hier gewählten Beispiel dem Nominativ, sondern fast immer. Nur, wenn jemand gerufen wird, dessen Bezeichnung im Nominativ Singular auf -us endet, wird im Vokativ Singular aus dem -us ein -e. Riefe die Herrin also statt der Dienerin einen Diener, so müsste der Satz lauten:

Domina vocat: "Serve!"

Beim Lesen eines lateinischen Textes sind solche Vokative mühelos zu erkennen, daher sind sie in der Regel in Grammatiken und Lehrwerken nicht in die Deklinationstabellen eingetragen. Auch wir begnügen uns mit der auf der vorigen Seite dargestellten Deklinationstabelle der a-Deklination.

Eine kleine Zusammenfassung über die Satzglieder soll Ihren Rundgang durch die lateinische Sprache abschließen.

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